Vertriebene

Die Ausstellung "Ankommen 1945 – 1960" zielt darauf ab, das Empfinden der Ausgrenzung, wie es tausende Flüchtlinge und Vertriebene in Biberach in den 1950er Jahren erlebt haben, greifbar zu machen. Sie stellt alltägliche und unauffällige private Erinnerungsstücke den Großfotos aus dem Biberacher Stadtbild und ausgewählten Kunstwerken aus den 1950er Jahren gegenüber. Hörstationen mit Originaläußerungen von Flüchtlingen und Vertriebenen sowie zeitgenössische Filmausschnitte intensivieren die Wirkung der Präsentation. Zudem wird der Bezug zur Gegenwart thematisiert.

 

Szenografie

Kommunikationsdesign

Medienstationen

Mitmachstationen

Ausstellungsgrafik und Begleitmedien

 

Ankommen 1945-1960

Das kleine oberschwäbische Biberach hat zwischen 1945 und 1960 fast 6.000 Flüchtlinge und Vertriebene aufgenommen, fast ein Drittel der Bevölkerung. Wie haben die Menschen das geschafft? Und wie haben die Ankommenden ihre neue, oft kalte Heimat erlebt? Unter welchen Bedingungen sind sie nach Biberach gekommen? Wie beschreiben sie ihre Integration? Bedeutete sie Anpassung oder wurden kulturelle Eigenarten bewahrt? Welche Beiträge zur wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung Biberachs nach 1945 haben die Flüchtlinge und Vertriebenen erbracht?

Das Thema war bundesweit lange ein Tabu. Noch nie haben die Flüchtlinge und Vertriebenen von damals in Biberach öffentlich Gehör gefunden. Ihre oft dramatischen Flucht- und Vertreibungserfahrungen wurden noch nie zu einem städtischen Thema. Das Museum Biberach versucht eine späte Korrektur.

Autor: Frank Brunecker
ISBN: 978-3-9814511-8-4
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 2022
19,80 EUR inkl. MwSt. zzgl. 3 EUR Versandkosten
 
Bei Bestellwünschen per Post können Sie das Museum gerne kontaktieren: museum@biberach-riss.de, 07351 51-331. Die Bezahlung erfolgt per Rechnung.